Montag, 27. Juni 2011

Einsamkeit in Afg

Hei,

gestern war jetzt auch der erste Tag hier, wo ich mich echt einsam gefühlt habe. es gab keinen einen besonderen grund dafür oder überhauüt einen grund , nur saß ich egstern vor meinem Zelt, schaute in den Sternenhimmel, den man hier sehr gut sieht, und dachte nach. Über alles. Über mich, mein Leben, wie es ist udn wie es sein sollte. Und darüber, wie einsam ich in diesem Land bin. Ich konnte da auch keinen anrufen, da mein Akku leer war udn das Ladegerät in einem COntainer war zu dem ich keinen Schlüssel hatte. Ich habe da in diesem Moment beschlossen, daß auch wenn ein Angebot kommen sollte, ich solle 2-3 Wochen länger machen, ich es wahrscheinlich ablehnen werde. Es ist einfach das so zu sagen, wo es nicht um x tausend Euro geht, aber wahrscheinlich werd ich es wirklich machen. Langsam komm ich in dem Stadium an, wo ich kein Bock mehr auf dieses Land und dieses Lagerleben habe. Ich kann mir nur vorstellen, daß wenn ich in Kabul bin, wird es besser, da ich mich mit allen dort sehr gut verstehe udn es nicht so anonym ist wie in Kunduz. Aber auch trotz Kabul will ich spätestens am 25. Juli in Köln-Wahn landen, mir ein Mietwagen zum letzten Mal auf Firmenkosten ziehen und mit Vollgas auf der Autobahn nach Hause rauschen, so wie es im lied "Nach Hause " schön heißt:

melancholie zerfällt zu staub
verweht wie vergilbtes papier
ich hätte niemals dran geglaubt
was ich gesucht hab war längst hier

ja, bald bin ich zuhasue, wie wird es dort? Keine Ahnung, aber es wird irgendwie anders, freue mich auf jeden Fall kein Staub und keine 40 Gard im Schatten zu haben, und es wird letztendlich schön, mache mir ja Gedanken darüber, was ich anders, d.h besser, haben möchte, Zeit dafür habe ich ja:-)

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